Bundesverband Neurodermitiskranker in Deutschland e.V. - Selbsthilfeorganisation für Neurodermitis-, Asthma- und Allergiekranke

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  Gegenüberstellung Neurodermitis - Cortison

Cortison, auch oft Kortison geschrieben, ist das wohl hilfreichste Medikament, um in einer Notsituation die Neurodermitis, das Asthma und Allergien zu behandeln.

Das Medikament Cortison gibt es in verschiedenen Darreichungsformen, z. B. Salben, Cremes, Tabletten oder Injektionen.

Man sollte vor diesen Medikamenten keine Phobie entwickeln, diese aber auch nur auf Anraten und Rücksprache mit dem Arzt einsetzen.

Wir sind strikt dagegen, dass in Apotheken heute freiverkäuflich cortisonhaltige Derivate (Salben und Cremes) eingekauft werden können. Diese Medikamente gehören in die Hand des Arztes.

Allerdings, wie bei hilfreichen Medikamenten die Regel, hat eine Cortison-Behandlung
immer das Risiko der unerwünschten Nebenwirkungen, vor allem bei Langzeitgebrauch.

Deshalb gehört dieses Medikament einzig und allein in die Notfallversorgung und nicht in
die Dauerindikation. Der Patient, der unter intensivem Asthma leidet, ist hier die Ausnahme. Oft kommen diese Menschen bei der Vorbeugung und Behandlung nicht ohne Cortison aus.

Speziell auf dem Salben- und Cremesektor wird heute von neuen "Wundersalben" gesprochen, wenn es um die Wirkstoffe Tacrolimus oder Pimecrolimus geht. Diese Salben werden angepriesen mit dem Hinweis, dass sie cortisonfrei sind.

Allerdings sollte man wissen, dass diese beiden Wirkstoffe Abkömmlinge von Zytostatika sind, also eine spezielle Form der Cyclosporine, die über die Haut wirksam sind. Diesen unterdrückenden Medikamenten sollte man mit großer Vorsicht begegnen. Viele Ärzte warnen schon vor den später einsetzenden Nebenwirkungen in Form von Entzugserscheinungen auf der Haut, Herpesinfektionen, und viele Patienten berichteten uns auch, dass die Salben und Cremes zwar recht schnell gegen den Juckreiz wirken, man sich aber schlapp, ja "hundskaputt" fühlen würde.

Derzeit wird das Tacrolimus-Präparat in Form der "Protopic-Creme" (für Patienten ab Vollendung des 2. Lebensjahres) und das Pimecrolimus als "Elidel-Creme" für Säuglinge und Kleinkinder angeboten.

Wirkstoffsalben behandeln nur das Symptom - nie die Ursache !

Deshalb sollte man sich überlegen, ob man solchen Therapien den Vorrang gibt und dabei das Risiko von hohen Nebenwirkungen eingeht.

Wenn wir früher vor der intensiven Behandlung mit cortisonhaltigen Derivaten (Salben und Cremes) warnten, wurden wir ausgelacht. Heute geht die Schulmedizin dazu über, warnt selbst vor Cortionsalben und -cremes, und verharmlost die neuen Wirkstoffsalben in einer teilweise unerträglichen Art und Weise, die wir für die Patienten so nicht akzeptieren wollen und können.

Nähere Informationen zu diesen und anderen Themen finden Sie in unserer Broschüre "Ein Verband stellt sich vor", die Sie kostenlos bei uns
anfordern können.

Das Forum ist vorübergehend geschlossen. Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt wieder. Das Team vom Bundesverband Neurodermitis e.V. .

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