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Acht Thesen zu Allergien

1. These:
Glaubt man Studien, Erhebungen von Kliniken und Krankenkassen, dann sollen in Deutschland inzwischen ca. 20 bis 25 Millionen Menschen mit Allergien belastet sein.

2. These:
Eine Allergiebereitschaft bringt man mit auf die Welt. Es ist offenbar ein ererbtes Geschehen. Man kann dieses sehr gut - wird disponierten Familien dringend angeraten - schon vor der Geburt mit der Klinik vereinbaren, dass aus dem Nabelschnurblut, nach der Geburt, eine Probe gezogen wird und diese Probe sollte auf die Immunglobuline der Gruppe E und die Menge der IgE´s geprüft werden.

Ist der Wert deutlich höher als 100 bis max. 250 IgE pro ml Blut, ist von einer "Allergiebereitschaft" des Neugeborenen auszugehen.

These 3:
Eine Allergie tritt dann auf, wenn sich der allergiedisponierte Mensch "sensibilisiert" hat. Dieses kann sehr schnell passieren, wenn der Säugling z. B. im Frühling geboren wurde und bei den ersten Spaziergängen in freier Natur mit Pollen konfrontiert wird.

Wird das Neugeborene in ein Kinderbettchen gelegt, in dem schon Geschwisterkinder lagen, ist die Möglichkeit sich auf den Milbenkot zu sensibilisieren, sehr groß (die Matratze sollte zuvor unbedingt gründlichst gereinigt oder besser sogar neu beschafft werden).

Auch auf ein Haustier (hier muss die Katze besonders genannt werden) kann sich schnell eine Sensibilisierung ergeben.

These 4:
Es ist völlig unübersichtlich, auf was der einzelne Betroffene, hat er sich sensibilisiert, reagiert, da inzwischen  ca. 50 000 Stofflichkeiten, Pollen, Tierepitele pp. bekannt sind, die als Allergene infrage kommen.

These 5:
Jeder Mensch braucht das genannte IgE, denn dieser Eiweißkörper regt die Produktion von Histaminen an. Dieses Histamin hat eine Schutzfunktion und wird z. B. ausgeschüttet, wenn es zu einem Insektenstich kommt. Gäbe es keine Histmine im Organismus, die an den Mastzellen im Blut angeheftet sind, würde es zu einem anaphylaktischen Schock kommen.

These 6:
Eine hohe Anzahl von IgE forciert die Produktion von Histmaninen im Organsimus. Zu viele Histamin, angeheftet an Mastzellen, machen diese schwer und unbeweglich. Um sie abschütteln zu können (laienhaft erklärt) braucht es ein Allergen - oft harmlose Stoffe wie eben Pollen.

Kommt es zum allergischen Kontakt, werden die Histamine ins Blut und Gewebe abgestoßen.

These 7:
Allergische Symptome sind juckender Hautausschlag (deshalb die häufige Verwechslung mit einer Neurodermitis), Heuschnupfen, Asthma.

Allergische Reaktionen auf Nahrungsmittel zeigen sich ferner mit Durchfällen, Kopf- und Bauchschmerzen.

These 8:
Eine Allergiebereitschaft wird man mit auf die Welt bringen, man nimmt sie letztlich sogar mit ins Grab. Befragungen von Betroffenen in großer Zahl ergab, dass, ist ein Kind mit Allergien belastet, diese allergische Disposition auch in der Familie schon vorher ein "ungebetener Gast" war.