Akut stationäre Therapien
Wer geht schon gerne ins Krankenhaus? Hier wird kaum jemand mit "ja - ich!" anworten, sondern das Krankenhaus ist immer die letzte Antwort auf alle Krankheiten, bei denen man mit und nach Ausschöpfung ambulanter Behandlungen nicht zufriedenstellend die Gesundheit wiederherstellen konnte.
Bei der Neurodermitis, dieses hat auch bei den Krankheiten wie der Schuppenflechte (Psoriasis), Asthma, Allergien und oft auch bei Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) Gültigkeit, wurde ambulant oft nur das Symptom der Krankheit behandelt. Bei Hautproblemen wie Neurodermitis, Schuppenflechte und oft auch bei Vitiligo, wird die Behandlung zunächst - wenn Pflegeprodukte keine Wirkung haben, mit Wirkstoffsalben "weitertherapiert" - also kortison- oder gar zytostatikahaltige Salben und Cremes werden verordnet.
Oft werden auch UV-Bestrahlungen angeboten.
Bei Allergien ist es immer wieder eine Behandlung mit sog. "Antihistaminika" in Tropfen- und Tablettenform.
Das Asthma wird mit bronchienerweiternden Medikamenten, oft Kortison und auch Zytostatika, therapiert.
In den Kliniken, besonders natürlich in den Kliniken mit dem Status "Krankenhaus", mit denen wir zusammenarbeiten, steht in aller Regel vor der Therapie die gründliche Diagnostik.
Deshalb versuchen gerade Eltern von betroffenen Kindern möglichst schnell eine solche Klinik aufzusuchen, um die Ursachen der Erkrankung über die diagnostischen Maßnahmen kennenzulernen. Auf die Diagnostik baut sich dann die Behandlung auf.
Dieses Verhalten, möglichst mehr von "seiner Krankheit" zu erfahren, sehen wir auch überproportional bei Erwachsenen.
Unter Berücksichtigung, dass fast alle genannten Krankheiten (vermutlich ist Vitiligo eine Ausnahme) eine ver- bzw. ererbte Disposition haben, ist es immer wichtig, die Auslösefaktoren zu identifizieren.
Dann wird die Diagnostik und Therapie auf "4-Säulen" gestützt. Diese sind:
- Ernährungsmedizin
- Immunologie
(hier auch Beachtung des damassoziierten Immunsystem)
- Beachtung der psychosomatischen und auch
- hormoneller Faktoren
Natürlich bedarf es bei Behandlung der Hautsymptome auch einer Sanierung der Beherdungen auf der Haut. Oft werden gerade bei Neurodermitis und Psoriasis intensive Beherdungen mit Bakterien wie dem Staphylococcus aureus gefunden. Diese müssen ggf. antibiotisch mit Salben und Cremes behandelt werden.
Oft werden wir in der Bundesgeschäftsstelle gefragt, wie denn die Klinik X und wie die Klinik Y therapiert. Hier müssen wir immer erklären, dass eben in der akutmedizinischen Therapie der von uns empfohlenen Krankenhäuser die "4-Säulen-Diagnostik" erfolgt, und darauf aufbauend die "4-Säulen-Therapie", die immer individuell ist.
In der Ernährungsmedizin versucht man die Auslösefaktoren der Nahrung und der Getränke des Patienten auf die Spur zu kommen. Dafür stehen den Klinikärzten viele Möglichkeiten zur Verfügung. Genannt werden soll nur als Beispiele der Immunglobolin-E- und der Immunglobolin-G-Test, erweitert der IgG-4-Test, um Sofort- und Spätreaktionen auf die Nahrung und Getränke zu demaskieren.
Ferner kann über Testmahlzeiten weiteres abgeklärt werden.
Auslass- und Rotationsdiäten könnten (vorübergehend) darauf die therapeutische Antwort sein.
Immunologie
Über Blut-, Sputum-, Urin- und Stuhluntersuchungen schaut man die immunologsiche Verfassung des Patienten an.
Hier könnten z. B. substituierende Maßnahmen um Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente bei Mangel die therapeutische Anwort sein.
Eine Sanierung der Darmflora gehört in den Standard der Behandlung. Bei Patienten mit den genannten Krankheiten (auch hier bildet die Vitiligo oft eine Ausnahme) findet sich bei der Stuhluntersuchung regelmäßig eine Dysbiose oder gar pathogene Situation der Darmflora. Verpilzung, zu saurer oder zu alkalischer pH-Wert, schlechte Verdauungsparameter, auch im Bereich des darmassoziierten Immunsystem und den Entzündungsmarkern finden sich immer wieder Auffälligkeiten.
Psychotherapie
Jede Krankheit hat auch eine psychosomatische Komponente. Deshalb ist die Liste lang, was in der Psychosomatik am Patienten appliziert werden kann und sollte.
Von Entspannungstechniken wie das autogene Training, über Maltherapien, Heilschlaf, Heilhypnose, Einzel- und Gruppengespräche - auch hier ist die Liste zur diagnostischen und darauf aufbauenden therapeutischen Maßnahme breit gefächert.
Hormonelle Faktoren
Oft gesehen ist, dass sich immer dann die Krankheiten verstärken, wenn hormonelle Veränderungen stattfinden. Hier nur beispielgebend die Pubertät bei jungen Menschen, Schwangerschaft, das Stillen nach der Geburt, Abstillen, Wechseljahre der Frau, Lebensabend der Hormone. Immer wieder wird berichtet, dass sich in diesen Phasen die Krankheiten deutlich verbessern, deutlich verschlechtern oder sich überhaupt erstmals zeigen.
In klinischen Einrichtungen werden diese Faktoren berücksichtigt, ggf. werden Fachärzte hinzugezogen.
All diese diagnostischen und therapeutsichen Maßnahmen und Möglichkeiten - das müsste einsehbar sein - kann man kaum bei seinem niedergelassenen Hautarzt, Allergologen, beim Kinderarzt oder gar Hausarzt als Angebot erwarten.
Weitere Fragen zu diesem Thema der stationären Therapiemöglichkeiten beantworten wir - das Team der Bundesgeschäftsstelle - Ihnen gern - und würden um telefonischen Rückruf bitten.
