7 Thesen zur Psoriasis
These 1:
Die Psoriasis, zu deutsch: Schuppenflechte, ist eine vererbte Erkrankung im sog. rheumatischen Formenkreis. Sie gehört als eine der ca. 400 Krankheiten zum Rheumatismus.
Mit rheumatischen Erkrankungen disponierte Menschen können tatsächlich an ca. 400 verschiedene Krankheiten leiden, die alle im rheumatischen Formenkreis angesiedelt sind. Bekannt ist das Weichteilrheuma, die Gicht, Colagenose und Fybromyalgie, Krankheiten der Gelenke wie Arthrose.
Bei ca. 2,5 Millionen Menschen in Deutschland zeigt sich der ererbte rheumatische Formenkreis mit der Schuppenflechte (Psoriasis).
These 2:
Die Psoriasis wird oft als "Geschwisterkrankheit der Neurodermitis bezeichnet"- das ist beklagenswert falsch.
Die Neurodermitis hat im sog. "atopischen Formenkreis" - atopisch heißt übersetzt aus dem lateinischen "seltsam" - Geschwisterkrankheiten, und das sind das atopische Asthma, der atopische Heuschnupfen, die Urticaria (Nesselsucht) - die Atopie muss sorgfältig vom allergischen Formenkreis abgegrenzt werden, weil auch Allergien keine Atopien und umgekehrt sind!
These 3:
Die Psoriasis manifestiert sich überwiegend auf der Haut, kann aber auch lästig den behaarten Kopf, die Finger- und Fußnägel und alle Gelenke betreffen.
Je nach Befall wird die Psoriasis nach erhobener Diagnose noch mit einer Zusatzbezeichnung versehen, z. B. Psoriasis pustulosa palmaris: Hier sind die Hände und Füße intensiv betroffen.
Bei der Psoriasis arthropathica hat die Krankheit fortschreitend bereits die Gelenke, die dazugehörigen Bänder und Weichteile betroffen.
These 4:
Auch die Schuppenflechte gilt als "unheilbare" - da eben vererbte - Erkrankung.
Die Auslösefaktoren sind unterschiedlich, haben aber mehr als bei der Neurodermitis (Neuro = der Nerv / Dermitis = entzündete Haut) mit psychosomatischen Faktoren zu tun.
Oft wird berichtet, dass der Verlust eines geliebten Menschen, der verlorene Arbeitsplatz und weitere die Psyche tangierenden Ereignisse die Krankheit erstmals auslösen.
Als organische Ursache ist offenbar bei der auf der Haut manifestierten Psoriasis ein Problem der Produktion von Fumarsäure in der Niere verantwortlich.
Die Fumarsäure steuert alle Stoffwechselvorgänge unserer Zellen, die Teilung, das Absterben, die Erneuerung.
Unsere Haut erneuert sich im Turnus von ca. 26 bis 28 Tagen, wächst von der Epidermis hoch zur Hornschicht, schuppt sich ab und die nachfolgende Hautzelle wird zur Hornschicht.
Wird die Fumarsäure nicht regelmäßig zur Verfügung gestellt, wächst die Haut innerhalb von 3 bis max. 4 Tagen von unten nach oben, jedoch sind die oberen Hautschichten noch nicht bereit, sich abzuschuppen. Das gibt dann die oft gesehenen Verpanzerungen der Haut, weil diverse Hautzellen als obere Hautschicht aufgelagert sind.
Mit der Einnahme von Fumarsäure hat man keine guten Erfahrungen gemacht, weil die Nebenwirkungen auf den Magen und vor allem Schäden an den Nieren zu gravierend waren.
Oft wird vergessen, den Patienten einmal die Höhe der eigenen Harnsäure zu prüfen. Hier ergeben sich oft schwindelerregende Ergebnisse und man sollte bei der Diagnostik diese Untersuchung auf keinen Fall vergessen - bei anderen rheumatischen Erkrankungen prüft man diesen Wert auch!!!
Hilfe kann - wie oft gesehen - durch eine medikamentöse Behandlung der Harnsäurewerte (z. B. mit Allopurinol) nach entsprechender Absenkung der Werte erzielt werden. Die Behandlung gehört allerdings nicht in den Bereich der "Selbstmedikamentation", sondern sie gehört in die Hände des Arztes.
These 5:
Das Wort Psoriasis ist aus dem Altgriechischen abgeleitet, was damals "Krätze" hieß. Psoriasis ist aber keine Krätze und somit auch nicht ansteckend.
These 6:
Behandlungsmöglichkeiten sind viele auf dem Markt, allerdings in aller Regel für die symptomatische Therapie. Dabei sind neben Kortisonbehandlungen (innerlich und topisch, also mit Salben und Cremes) heute immer mehr die Therapieangebote in Richtung Zytostatika im ärztlichen Angebot.
Dabei müssen von den Betroffenen intensivste Nebenwirkungen inkauf genommen werden, denn gerade zytostatikahaltige Medikamente, die teils als Tabletten, teil als Injektionen appliziert werden, haben die Eigenschaft, das körpereigene Immunsystem intensivst zu unterdrücken.
Biologics - das neue Zauberwort: Hier mussten Medikamente sogar vom Markt genommen werden, weil möglicherweise unerklärliche Todesfälle auf diese Medikamene zurückzuführen waren.
Leicht können bei der intensiven Behandlung mit Biologics Behandlungskosten von bis zu 25.000,- € und mehr pro Jahr, pro Patient, auf die Krankenkassen zukommen. Eine "Heilung" ist wegen der Vererbung nicht möglich, so dass die Behandlung als "dauerhaft" ausgerichtet ist.
These 7:
Gute Erfolge bei der Behandlung von vielen Formen der Psoriasis sehen wir im Rahmen unserer Qualitätssicherung in den Fachkrankenhäusern der "Spezialklinik Neukirchen" und dem Zweithaus, die "Spezialklinik Rötz" in der bayerischen Oberpfalz sowie im Fachkrankenhaus "Schloss Friedensburg" in Leutenberg/Thüringer Wald.
Hier wird ohne Kortison, ohne Zytostatika ganzheitlich behandelt, wobei das körpereigene Immunsystem, auch das darmassoziierte Immunsystem, die Ernährung und eben die psychosomatischen und psychosozialen Säulen der Erkrankung intensiv diagnostisch und darauf aufbauend therapeutisch berücksichtigt werden.
Gute Erfolge sind auch immer wieder dokumentiert durch die Autohomologe Immuntherpaie (AHIT) nach Dr. med. Horst Kief, Ludwigshafen.
Zu den stationären Behandlungen, zur AHIT, finden sich entsprechende Berichte auf unserer Homepage. Natürlich können auch noch nach altgewohnter Art und Weise telefonisch Fragen zu Behandlungsmöglichkeiten in der Bundesgeschäftsstelle bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gestellt werden.
