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Psoriasisbehandlung am Toten Meer
 
Der tiefste Punkt der Erde ist das Tote Meer. Es liegt zwischen Israel und Jordanien und hat eine geografische Lage von ca. 400 bis 420 m unter der Meeresoberfläche.
 
Das Tote Meer ist letztlich ein abflussfreier Salzsee mit einer Größe von ca. 800 Quadratkilometern. Der See ist vom Zulauf des Jordanflusses im Norden bis zum südlichen Ende des Salzsee ca. 67 km lang, an der breitesten Stelle ist das Tote Meer 18 Kilometer und will man den See umrunden, legt man ca. 135 Kilometer zurück.
 
Der Salzgehalt vom Wasser des Toten Meeres liegt bei 33 %, (zum Vergleich: Das Mittelmeer hat einen Salzgehalt von ca. 3,8 %).
 
Die Zusammensetzung der Salze enthält hierbei etwa 50 % Magnesiumchlorid, 14,5 %Calziumchlorid, 30,5 % Natriumchlorid und 4,5 % Kaliumchlorid. Der Rest sind Spurenelemente, wobei ein hoher Anteil von Bromid, ein niedriger Anteil von Sulfat vorzufinden ist.
 
Das Tote Meer hat im Süden keinen Abfluss aber durch die Hitze in dieser Lage am Toten Meer verdunstet das Wasser schneller als es aus dem Jordan zufließen kann.
 
Schon im alten Testament wird im Buch des Ezechil Folgendes zum Toten Meer gesagt:
 
„Diesem Wasser soll heilende Kraft zukommen. Wer immer hier her kommt wird leben.“
 
– und tatsächlich sind die Heilkräfte vom Toten Meer schon von der Antike her bekannt. Schon die Königin von Saba und auch Cleopatra sollen die Schatzkammer des Toten Meeres, nämlich das Salz, das viele Mineralien beinhaltet, genutzt haben.
 
Liest man in der Bibel über die wundersame Heilung von Jesus, der 10 Aussätzige, also Menschen mit Hautproblemen geholfen hat, dann könnte es sein, dass diese 10 Kranken an Psoriasis litten, Jesus von der Heilkraft des Wassers im Toten Meer Kenntnis hatte. Er könnte mit dem Betroffenen von Jerusalem aus an die Ufer des Toten Meeres gegangen sein, hat sie dort ins Wasser geschickt und sie wurden von ihren Leiden (mindestens vorübergehend) geheilt.
 
Auch heute noch fahren abertausende Menschen mit Hautproblemen wie Neurodermitis, Psoriasis, mit rheumatischen Erkrankungen zur Kur an das Tote Meer. Möglichkeiten finden sich in den Kurzentren auf der jordanischen und israelischen Seite.
 
Die Therapie selbst führt hier weitgehend die Natur durch. Die behandelnden Ärzte sind mehr oder weniger nur Berater, beispielsweise wie lange der Patient die Sonne zur Therapie nutzen soll, wie lange und wie oft er in das Wasser des Toten Meeres gehen soll.
 
Für Menschen mit Neurodermitis ist das Wasser vom Toten Meer viel zu aggressiv. Sie dürfen allenfalls am Ende der Maßnahme einmal ins Wasser, um den Effekt zu erleben, wie ein Korken auf dem Wasser zu treiben und nicht unterzugehen.
 
Aber Vorsicht: Das Wasser sollte nicht in die Augen , nicht in die Lunge und nicht in den Magen kommen, denn es ist sehr toxisch, also giftig.
 
Die Therapie auf israelischer Seite hat der heute als Chefarzt im Fachkrankenhaus „Schloss Friedensburg“ in Leutenberg/Thüringer Wald, tätige Dr. med. Raphael Shimshoni vorangebracht.
 
Am südlichen Teil des Toten Meeres, auf israelischer Seite, ist heute ein Kurzentrum mit vielen Hotels entstanden, während sich auf der jordanischen Seite, am nördlichen Rand des Toten Meeres, ein behutsamer Kur-Tourismus entwickelt hat.
 
Insgesamt wurden sieben Arbeitsbesuche am Toten Meer, davon sechs auf israelischer, ein Besuch auf jordanischer Seite auf Einladung durch den Vorsitzenden des Bundesverbandes, Herrn Jürgen Pfeifer, durchgeführt.
 
Hierbei interessierte vorrangig, wie lange die Erfolge einer Therapie am Toten Meer nach Rückkehr in Deutschland anhalten.
 
Bei der Neurodermitis wurde eine Studie mit 191 Patienten durchgeführt. Das Ergebnis war ernüchternd, denn durchschnittlich waren alle Patienten nach 34,6 Tagen, nach Rückkehr vom Toten Meer, wieder behandlungsbedürftig.
 
Die Psoriasiskranken hatten ungleich längere Zeiten einer freien Phase um die Symptome, selbst wenn die Krankheit auch mit Gelenkbefall einher ging.
 
Zwischen drei Monaten und bald einem ganzen Jahr, so berichteten uns die Patienten, brauchten sie in Deutschland keine medizinische Behandlung oder Medikamente.
 
In der Gegenüberstellung zu Kuren in Deutschland zur Behandlung der Psoriasis schneidet eine Behandlung am Toten Meer um Längen besser ab als Kuren im Hochgebirge der Alpen oder an der Nord- und Ostsee.
 
Probleme bereiten oft die Kostenzusagen von gesetzlichen und privaten Krankenkassen oder Beihilfestellen für Beamte oder Versorgungsempfänger.
 
Der behandelnde Arzt sollte attestieren, dass beispielsweise früher durchgeführte Kurmaßnahmen am Toten Meer in Gegenüberstellung zu anderen Behandlungen in Deutschland wesentlich längere Phasen der Symptomfreiheit gebracht haben.
 
Bleiben die Leistungsträger bei Ablehnungen, helfen wir unseren Mitgliedern gern bei der Durchsetzung der Forderung auf eine Kur am Toten Meer – jedoch nicht bei der Neurodermitis. Auch aufgrund der veröffentlichten Studie des Bundesverbandes mit den besagten 191 Patienten, hat das Bundessozialgericht in Kassel klargestellt, dass die gesetzlichen Krankenkassen Behandlungen am Toten Meer für eine Neurodermitistherapie nicht mehr bezahlen müssen – leider! Der Aufwand, für eine Kurmaßnahme an das Tote Meer zu reisen, ist sehr hoch... – genau sowie die Kosten.
 
Noch anzumerken ist, dass Menschen, die mit rheumatischen Krankheiten belastet sind, intensive Hilfe durch das Baden im Toten Meer finden, wobei die Intensität der Erkrankung auch verantwortlich ist, wie lange die positiven Effekte, z. B. bei Fibromyalgie, Weichteilrheuma oder auch dem Morbus Bechterew anhalten.
 
Noch ein wichtiger Hinweis: Wer zur Kur an das Tote Meer fährt, sollte sich gute Sonnenschutzpflege mitnehmen. Außerdem machen Salben und Cremes, die Wirkstoffe mit Kortison, Zytostatika aber auch Johanniskraut beinhalten, die Haut sehr lichtempfindlich. Solche Präparate sollte man mindestens drei bis vier Wochen vor Anreise nach Israel oder Jordanien absetzen.
 
Jürgen Pfeifer hat Patienten erlebt, die unter dem Einfluss solcher Derivate standen, die in der Sonne regelrecht von der Haut her explodierten und die sich nur im Hotel aufhielten, bis ein vorzeitiger Rückflug nach Deutschland möglich war.
 
Bei Fragen zu Anbietern von Kurreisen, zu Hotels und weiteren Fragen rund um das Tote Meer bitten wir, sich ggf. telefonisch beim Bundesverband in der Bundesgeschäftstelle zu melden.