Sommer, Sonne, Sonnenbrand? – Das muss nicht sein!

PRESSEINFORMATION
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gibt Tipps zum richtigen Sonnenschutz

Der Sommer ist da – jetzt auch kalendarisch! Mit der intensiven Sommersonne steigt aber auch die Gefahr eines Sonnenbrandes mit möglichen Langzeitfolgen wie vorzeitiger Hautalterung und einem erhöhten Hautkrebsrisiko. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gibt anlässlich des bevorstehenden „Tag des Sonnenschutzes“ am 21. Juni Tipps für den richtigen Umgang mit den Sonnenstrahlen, denn viele Menschen können sich und ihre Haut noch effektiver vor der Sonne schützen.

Sonnencreme, Sonnenmilch, Sonnenlotion oder gar Sonnenspray – es gibt inzwischen dutzende Sonnenschutzmittel, die den perfekten Schutz vor den gesundheitsschädlichen UV-Strahlen versprechen. Bei den in den Mitteln eingesetzten UV-Filtern unterscheidet man zwischen organischen (chemischen) und mineralischen (physikalischen) Filtern. Diese Filter schützen entweder vor UV-A-Strahlen, UV-B-Strahlen oder – als Breitbandfilter – vor beiden Strahlenarten. Um eine ausreichende Schutzwirkung zu erzielen, wird oft eine Kombination mehrerer UV-Filter verwendet. Derzeit sind 27 UV-Filter in der EU zugelassen, um in Sonnenschutzmitteln mindestens einen Lichtschutzfaktor von 6 zu erreichen.

Für lichtbedingte Hautschäden ist nicht nur die Sonnenbrand auslösende UV-B-Strahlung, sondern auch die UV-A-Strahlung verantwortlich. Die schädliche Wirkung der UV-A-Strahlung ist nicht unmittelbar erkennbar, sondern macht sich als Langzeitschäden, wie schnellere Hautalterung, Pigmentflecken und im schlimmsten Fall sogar als Hautkrebs, bemerkbar. Daher müssen Sonnenschutzmittel auch gegen UV-A-Strahlung einen ausreichenden Schutz bieten.

Nicht jedes Sonnenschutzmittel ist für jeden Menschen gleichermaßen geeignet. Der richtige Sonnenschutz ist immer auch eine Frage des Hauttyps. Ganz allgemein rät das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit folgendes:

Der richtige Lichtschutzfaktor

Die Wahl des richtigen Lichtschutzfaktors (LSF) hängt von verschiedenen Gegebenheiten ab: dem Hauttyp, der Intensität der Sonneneinstrahlung und der Aufenthaltsdauer in der Sonne. Besonders empfindlich ist die Haut nach den Wintermonaten, da der Eigenschutz der Haut verringert ist.
•    Generell gilt: Je heller die Haut und je länger man sich in der Sonne aufhält, desto höher sollte der Lichtschutzfaktor sein.
•    Der empfohlene Lichtschutzfaktor für Kinder ist mindestens 30 und für Erwachsene mindestens 20. Wählen Sie im Zweifel lieber einen höheren Schutz!
•    Achten Sie auch auf einen UV-A-Schutz in Sonnenschutzprodukten (UVA-Logo)!
•    Bitte beachten Sie: Einen vollständigen Schutz vor Sonnenstrahlung durch Sonnenschutzmittel gibt es nicht. Angaben wie „100%iger Schutz“ oder „Sunblocker“ vermitteln eine trügerische Sicherheit und dürfen nicht verwendet werden.

Die ausreichende Menge
•    Drei volle Esslöffel Sonnenschutzmittel je Anwendung ist das richtige Maß für einen Erwachsenen! So wird die auf der Verpackung angegebene Schutzwirkung in der Regel erreicht.
•    Nachcremen ist dabei besonders wichtig, vor allem nach dem Baden oder Schwitzen. Das hält den Sonnenschutz aufrecht. Die Dauer, die man geschützt in der Sonne verbringen kann, wird dadurch jedoch nicht verlängert.

Das „MEHR“ an Sonnenschutz

Auch Sonnenschutzmittel mit sehr hohem Lichtschutzfaktor können die UV-Strahlen nicht völlig abwehren. Durch einfache Maßnahmen kann man sich zusätzlich und effektiv vor UV-Strahlung schützen:
•    Bleiben Sie nicht länger in der Sonne als Sie gut vor den gefährlichen UV-A- und UV-B-Strahlen geschützt sind!
•    In der Mittagszeit (11-15 Uhr) ist die Sonne besonders zu meiden.
•    An Meer und Strand wird das Sonnenlicht zusätzlich reflektiert. Hier herrscht erhöhte Sonnenbrandgefahr!
•    Säuglinge und Kleinkinder sollten der Sonne nicht direkt ausgesetzt werden.
•    Textilien sind ein effektiver Sonnenschutz. Enge und helle Kleidung aus Baumwolle schützt weniger gut vor Sonnenstrahlung als weite und dunkle Kleidung oder gekennzeichnete UV-Schutzkleidung. UV-Schutzkleidung muss sogar mindestens den Lichtschutzfaktor 40 aufweisen.
•    Auch die Augen brauchen Schutz. Achten Sie darauf, dass Ihre Brille UV-A- und UV-B-Strahlen abhält! Lassen Sie sich dazu in einem Fachgeschäft beraten.
•    Achtung bei ersten Anzeichen eines Sonnenbrandes (Rötung oder spannendes Hautgefühl): Beenden Sie umgehend den Aufenthalt in der Sonne! Bereits jetzt kann Ihre Haut langfristig geschädigt sein.
•    Bitte denken Sie daran: Auch bei bedecktem Himmel und im Schatten sind schädliche UV-Strahlen vorhanden. Im Sommer gilt also an jedem Tag: Eincremen nicht vergessen, wenn Sie sich längere Zeit im Freien aufhalten!

Gesund in den Urlaub starten - Hotline der DAK-Koblenz

Ärzte informieren am 20. Juni über Reisevorbereitung und Hilfe bei Krankheit am Urlaubsort

Koblenz, 07. Juni 2018. Die DAK-Gesundheit in Koblenz schaltet am 20. Juni eine Hotline zum Thema „Gesund in den Urlaub“. Per Telefon geben Ärzte nützliche Informationen für die Reisevorbereitung, Impfungen und was bei Krankheit im Urlaub zu beachten ist. Im vergangenen Jahr erkrankten fünf Prozent der Urlauber. Fast jeder Zweite von ihnen (45 Prozent) litt an einer Erkältung. Etwa jeder Sechste hatte einen Unfall, jeder Zehnte einen Sonnenbrand. Sechs Prozent haben sich einen Magen-Darm-Infekt zugezogen. Das ergab der Urlaubsreport der DAK-Gesundheit. Mit der Urlaubs-Hotline möchte die Krankenkasse im Vorfeld der Feriensaison gezielt beraten. Das Serviceangebot unter der kostenlosen Rufnummer 0800 1111 841 können Kunden aller Krankenkassen nutzen.

Egal ob Magen-Darm-Erkrankung, Erkältung oder Sonnenbrand – wer sich im Urlaub auf die Suche nach Medikamenten oder einem Arzt machen muss, steht oft vor Hindernissen. „Daher ist ratsam, sich vor einer Urlaubsreise auch im Hinblick auf die Gesundheit vorzubereiten“, rät Jürgen Wilhelm von der DAK-Gesundheit Koblenz. „Besonders bei bereits bestehenden Erkrankungen ist es wichtig, zum Beispiel ausreichend Medikamente für die Reise mitzunehmen.“ Generell empfiehlt Wilhelm eine Reiseapotheke. Auch der Check des aktuellen Impfstatus und spezielle Impfungen für tropische Reiseländer seien sehr wichtig. Hierzu sollte man sich bereits einige Wochen vor den Reiseantritt von spezialisierten Ärzten beraten lassen.

Doch welche Arzneien gehören in die Reiseapotheke? Was ist bei Reisen mit Kindern zu beachten? Ist eine Auslandsreisekrankenversicherung sinnvoll? Und sind Impfungen für das Urlaubsland nötig? Diese und weitere Fragen beantworten die Experten der DAK-Gesundheit am 20. Juni von 8 bis 20 Uhr. Ausführliche Infos zur Reiseapotheke inklusive einer übersichtlichen Liste sinnvoller Medikamente für die Reise gibt es auch im Internet unter: www.dak.de/reiseapotheke