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DGAKI – Pressemitteilung: COVID-19-Impfung und Einsatz monoklonaler Antikörper (Biologika) bei allergischen und atopischen Erkrankungen

DGAKI – Pressemitteilung:

COVID-19-Impfung und Einsatz monoklonaler Antikörper (Biologika) bei allergischen und atopischen Erkrankungen

Berlin, 03.05.2021: Kann ich mich gegen COVID-19 impfen lassen, auch wenn ich Allergiker bin und immunmodulierende Antikörper (sog. Biologika) erhalte? Diese Frage treibt seit Start der Corona-Impfkampagnen in Deutschland viele Patienten um. „Eine Gruppe von Allergieexperten der deutschen allergologischen Fachgesellschaften hat sich deshalb intensiv mit dieser Frage beschäftigt und in einem Positionspapier klinische Empfehlungen formuliert“, erklärt Prof. Oliver Pfaar, Universitätsklinikum Marburg, von der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI).

Ziel des Positionspapiers der Expertengruppe war, Ärztinnen und Ärzten konkrete Empfehlungen für den Einsatz von Biologika zu geben bei Patienten, bei welchen demnächst eine COVID-19 Vakzinierung geplant ist. Monoklonale Antikörper (sog. Biologika) kommen bei schweren Verlaufsformen von atopisch-allergischen Erkrankungen wie Neurodermitis (Atopische Dermatitis), Chronische Spontane Urtikaria, Asthma bronchiale und chronischer Nasennebenhöhlenentzündung mit Nasenpolypen zum Einsatz.

Für ihre Empfehlungen haben die Experten die verfügbare Literatur auf mögliche Risiken bzw. mögliche immunologische Wechselwirkungen dieser immunmodulatorischer Substanzen und der COVID-19-Vakzine sowie die jeweiligen Fach- und Gebrauchsinformationen gesichtet und zudem ihre klinische Expertise einfließen lassen.

„Zusammengefasst tragen Patienten mit einer schweren Form der atopischen Dermatitis, chronisch spontanen Urtikaria, Bronchial-Asthma oder chronischen Nasennebenhöhlenentzündung mit Nasenpolypen, bei welchen die Systemtherapie mit diesen Antikörpern (Biologika) indiziert und durchgeführt wird, kein erhöhtes Risiko für allergische Nebenwirkungen der COVID-19 Impfungen“, betonte Prof. Pfaar. „Auch bei diesen Patienten ist eine Impfung zu empfehlen und sollte unbedingt durchgeführt werden“, so Pfaar.

Um mögliche immunologische Wechselwirkungen auszuschließen, empfehlen die Experten in ihrem Positionspapier die Einhaltung von zeitlichen Abständen zwischen der Impfung und der Anwendung der Biologika. „Bei der COVID-19-Impfung sollte ein einwöchiger Abstand, sowohl zur letztmaligen als auch zur nächsten geplanten Behandlung mit den Antikörpern eingehalten werden“, rät Prof. Pfaar.
 

Quelle:
COVID-19 vaccination of patients with allergies and type-2 inflammation with concurrent antibody therapy (biologicals) – A Position Paper of the German Society of Allergology and Clinical Immunology (DGAKI) and the German Society for Applied Allergology (AeDA), Oliver Pfaar, Ludger Klimek, Eckard Hamelmann, Jörg Kleine-Tebbe, Christian Taube, Martin Wagenmann, Thomas Werfel, Randolf Brehler, Natalija Novak, Norbert Mülleneisen, Sven Becker, and Margitta Worm, Allergologie, Vol 5/2021, (140 -147)
Kontakte:

Prof. Oliver Pfaar, Sektion Rhinologie und Allergologie, Klinik für HNO-Heilkunde, Universitätsklinikum Marburg, oliver@pfaar.org

Prof. Dr. med. Kleine-Tebbe, Pressesprecher DGAKI, kleine-tebbe@allergie-experten.de

DGAKI-Geschäftsstelle, info@dgaki.de

 

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